20 C+M+B 23 die etwas andere Sternsingeraktion in Bünde

Es zeichnete sich schon im Herbst ab. Wir werden dieses Jahr nicht genug Sternsinger bekommen, um die etwa 500 Hausbesuche, die wir vor der Coronapause gemacht haben, zu gewährleisten. Im November dann auch noch die Erkenntnis, dass inzwischen auch für die Erwachsenen Begleiter andere Standards gelten und diese eine Präventionsschulung besucht haben müssen. Also die Frage. Die alten Listen hervorholen und wieder per Post den Segen versenden? Rückzug in die Kirchen und dort den Segen zum Abholen anbieten? Oder die Kinder einladen und mal etwas Neues versuchen?

Wir entschieden uns, neue Wege auszuprobieren und so konnten die Menschen an drei verschiedenen Orten den Segen abholen und ihre Spende für Kinder in Not abgeben.

Samstags im Marktkauf:

Es war schon ungewöhnlich, im Eingangsbereich des großen Warenhauses einen kirchlichen Stand aufzubauen und sechs Stunden bereit zu stehen, um den Segen und Gespräche anzubieten. So war Kirche auf einmal auffällig präsent mitten im Einkaufstrubel und im Alltag der Menschen. Und so kamen auch einige, die davon in der Zeitung gelesen haben, nahmen ihren Segen und gaben ihre Spende ab. Viele blieben dann noch für einen kurzen Plausch oder verbanden den Einkauf damit. Andere waren überrascht, uns dort anzutreffen, kannten die Sternsingeraktion gar nicht und wollten gerne den Segen mitnehmen. Die beiden Sternsingerinnen Leticia und Maja und in der zweiten Schicht Samson standen zunächst am Stand, gingen dann aber mit den Sammeldosen auf Menschen zu und baten um eine Spende für Kinder in Not. Viele unterschiedliche Reaktionen, viele Spenden und sicher auch viel Mut. Fazit: Es war gut, Kirche im Alltag der Menschen aufblitzen zu lassen. Es gab viele tolle Gespräche und positive Reaktionen. Leticia und Maja haben später viel erzählt und es hat einen Riesenspaß gemacht.

Sonntags im Gottesdienst:

Der Familiengottesdienst war voller als mancher Weihnachtsgottesdienst und es waren viele da, die seit der Coronapause nicht mehr da waren. Gemeinsam mit den Sternsingern aus Holsen und Kirchlengern hatten wir 16 Kinder, die in Kostümen am Gottesdienst teilnahmen und auch Texte vorgelesen haben. Nach kurzweiliger Katechese und Liedern aus dem Gotteslob gab es am Ende den Segen zum Mitnehmen und viele Spenden. So dauerte die Aktion zum Schluss noch mal 15 Minuten mehr. Fazit: Es tat gut, mal wieder einen stimmungsvollen Familiengottesdienst zu gestalten, der allen beteiligten Spaß gemacht hat.

Drive – In – Segensstation auf dem Marktplatz:

Der Bulli war auffällig genug. Das Wetter war wie bestellt und es gab immer wieder Besuche von Menschen, die mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Auto vorbei kamen, um sich den Segen abzuholen. Die Sternsinger Isa, Laura, David und Carina gaben alles und lasen immer wieder den Sternsingertext oder sangen ein Lied. Nach zweieinhalb Stunden waren wir aber doch durchgefroren und Froh, ein Ende zu haben. Fazit: auch hier hatten wir viel Spaß und konnten einigen die Möglichkeit geben, den Segen abzuholen. Allerdings waren wir sehr dem Wetter ausgesetzt. Die Besucher sind fast alle ausgestiegen oder vom Fahrrad abgestiegen. Deshalb war es nicht wirklich ein Drive-in. Für den Sonntag im nächsten Jahr gibt es schon eine neue Idee. Ein „Kaffee König“ im Gemeindehaus. Bedient wird man von Sternsingern, aber auch Erwachsene haben die Möglichkeit, sich einzubringen. Außerdem war die Sternsingeraktion immer auch ein Statement gegen die Einsamkeit. Das können wir mit dem „Kaffee König“ wieder in anderer Weise sein.

Ulrich Martinschledde

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